Hessisches Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen

Landwirte erhalten für die Durchführung von besonders umweltschonenden Maßnahmen oder Bewirtschaftungsformen Ausgleichszahlungen für zusätzlich entstehende Kosten und Ertragsschwankungen. Finanziert wird das Programm aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Hessen. Teilnehmende Landwirte schließen mit dem Land Hessen einen Bewirtschaftungsvertrag für den Zeitraum von in der Regel fünf Verpflichtungsjahren (01. Januar nach Antragsstellung bis 31. Dezember des fünften Verpflichtungsjahres) ab.

Antragsformalitäten für das HALM

  • HALM-Zuwendungs-Anträge müssen bis zum 01. Oktober bei der Bewilligungsstelle des Landkreises eingereicht werden.
  • Zuwendungs- und/oder Ablehnungsbescheide ergehen bis Ende Dezember des Jahres, in dem der Antrag gestellt wurde.
  • Bis zum 15. Mai 2020 eines jeden Verpflichtungsjahres (!) muss durch den Landwirt zusätzlich ein Auszahlungsantrag gestellt werden. Falls kein Auszahlungsantrag gestellt wird, verfallen die Zuwendungsanträge.
  • Die Auszahlungsbescheide und Auszahlungen für ein Verpflichtungsjahr erfolgen im darauffolgenden Frühjahr.
  • Flächenänderungen aufgrund bestimmter HALM-Programme (z. B. Blühstreifen) müssen erst ab dem Agrarantrag des ersten Verpflichtungsjahres angezeigt werden

Die Antragsstellung wird zunächst auf der Grundlage eines Richtlinienentwurfes durchgeführt, da noch keine Zustimmung aus Brüssel vorliegt. Sofern sich im Rahmen des EU-Genehmigungsverfahrens noch Änderungen an den Förderrichtlinien ergeben sollten, werden die Antragssteller rechtzeitig informiert.

 

Überblick Fördermaßnahmen

B.1. Ökologischer Landbau

C. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau

C.2. Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter

C.3. Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur

  • Einjährige oder Mehrjährige Blühstreifen/-flächen
  • Gewässer-/Erosionsschutzstreifen
  • Ackerrandstreifen
  • Ackerwildkrautflächen

D. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren auf Dauergrünland

  • Grünlandextensivierung
  • Bodenbrüterschutz
  • Kennartennachweis

E. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren bei Dauerkulturen

  • Erhaltung von Streuobstbeständen (Erhaltungsschnitt, Nachpflanzung)

G.2. Tiergenetische Ressourcen

H. Förderung des Arten- und Biotopschutzes in Agrarökosystemen

  • Naturschutzfachliche Sonderleistungen auf Grünland (NSL)
  • Arten- und Biotopschutz im Offenland


Keine Doppelförderung möglich

HALM-Anträge können nur gestellt werden, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. So können „ökologische Vorrangflächen“ (ÖVF) für das „Greening“ nicht über das HALM gefördert werden. Auch Flächen in Wasserschutzgebieten werden nur durch HALM bezuschusst, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist bzw. der Zwischenfruchtanbau rechtlich nicht vorgeschrieben ist.

 

Weiterführende Links zu HALM

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - Agrarumweltprogramm
https://www.umweltministerium.hessen.de/agrarumweltprogramm

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen - Neues hessisches Agrarumweltprogramm
http://www.llh.hessen.de

HALM-Viewer
http://www.halm.hessen.de

Antragsunterlagen
http://www.wibank.de